Welche Textilfarbstoffe sind gesundheitsschädlich?

 

Zartes Apricot, Mint, Olivgrün, Flieder, dezentes Rosa-Pink, strahlendes Meeresblau oder zuckersüßes Eiscreme – das ist eine der Farbpaletten, die durch aparte und diskrete Koloristik unsere Modewelt bestimmt. Es dauert aber nicht lange, bis entschiedene, schillernde und extravagante Farben wie Feuerrot, tiefdunkles Bordeaux, Violett oder exotisches Citrus den Vorsprung haben. Der Farben-Regenbogen ist nämlich so wechselhaft, wie das Wetter und wie die Aura jeder nachfolgenden Jahreszeit. Gerade eine große Vielfalt an bewundernswerten Mutter Natur Schöpfungen bildet eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für die Modedesigner, die ihre Kleider-Kollektionen in ausgewählten Saison-Farben bemalen lassen.

Lange Tradition der EinfärbungEinfärbung von Stoffen

Die Färbung von Kleidungsstücken betrieb man schon im Alten Rom und Antik Griechenland. Damals waren die farbenprächtigen Stoffe nur für gesellschaftliche Eliten vorgesehen, die imstande waren, eine mühselige und schmutzige Arbeit eines Färbers z bezahlen. Mit Entwicklung synthetischer Farbstoffe, die auf das 19. Jahrhundert fällt, reduzierte man den Färbeprozess aufs Minimum, was im Endeffekt zu einer Massenproduktion führte. Heute gibt es keine farbenreichen Textilien, deren Herstellung ohne Einsatz chemischer Substanzen verläuft. Dieses augenfreundliche Farben-Cocktail in Seide, Baumwolle oder Polyester-Stoffen entsteht somit aus einem echten Chemie-Cocktail. Moderne Textilfärberei ist mit ihren Farbtechniken und Farbstoffklassen besonders effektiv. Die Frage ist nun, in wie weit diese Farbenmischung gesundheitsschädlich ist.

Gesundheitsschädliche Farbstoffe

Die Medien hängen schon seit langem schädliche Wirkung von Farbstoffen an die große Glocke und definieren einige von toxischen Chemikalien, die beim Färbeprozess verwendet werden. Darunter werden vor allem Azofarbstoffe erwähnt, die seit Anfang des. 20 Jahrhunderts eingesetzt werden und krebserregend sind. Dispersionsfarbstoffe werden als Hauptauslöser von Allergien bezeichnet. Sie zeigt sich durch solche Symptomen wie Rötungen und starker Juckreiz. Von Formaldehyd in Kleidungsstücken gibt es auch oft die Rede – sie sind am häufigsten bei billiger Kleidung aus Indien oder China und bei Kleidungen mit Bezeichnungen „knitterfrei“ bzw. „bügelfrei“ vorhanden. Die Farbenpracht in der heutigen Modewelt ist zweifellos verführerisch. Jedoch nicht alles, was auf den ersten Blick so schön aussieht, ist es auch noch auf den zweiten. Es lohnt sich den Produktsiegeln genauer hinzusehen, damit grün nicht grau wird.

Bildquelle: sxc.hu, Bildautor: Ayla87.

 

Author: Redaktion

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